Schülerinnen und Schüler üben sich im „Fairnetzen“

Fairnetzen Logo 180© kmdd

YouTube, WhatsApp, Instagramm, Netflix und Snapchat sind laut der ak­tu­el­len JIM-Studie die liebsten Internetangebote der Kinder und Ju­gend­li­chen. Apps, die sich auch auf vielen Smartphones  unserer Kin­der tummeln und täglich im Einsatz sind. Chatten, Posten, Teilen und Liken sind  heute wichtige Kommunikationswege geworden. Auch die In­for­ma­tions­ver­mitt­lung über Smileys oder Sticker steht hoch im Kurs sowie das Versenden von Sprachnachrichten.

Unsere Heranwachsenden stehen dabei vor der Herausforderung, sich in diesem App-Dschungel zurechtzufinden, die Angebote sinnvoll so­wie ohne Rechtsverletzungen zu nutzen und sich auch die ent­spre­chen­de Netiquette für ihre Internetkommunikation anzueignen.

Einen wichtigen Beitrag zur Herausbildung der Medienkompetenz der Kinder leistet das AKG durch das Coaching „Fairnetzen“. Am 02. und 03. 03. 2020 setzten sich alle 5.-Klassler in spielerischer Art und Weise mit den Themenbereichen Medienkunde, Medienkritik und Mediennutzung auseinander und konnten dabei eigene Er­fah­run­gen wie beispielsweise mit Profilbildgestaltung, Gruppenchats oder Kettenbriefen einbringen. Vor­ran­gig geht es darum, die Kinder im Zeitalter von Smartphone, Tablet & Co im Hinblick auf die eigene Mediennutzung zu sensibilisieren, die Vorteile des World Wide Webs zu nutzen, aber auch die damit verbundenen Gefahren zu erkennen und sich sinnvoll vor ihnen zu schützen.

2020 Klassenchatregeln 180Gruppenchatregeln

Da in der Vergangenheit Klassengruppenchats immer einmal wieder Anlass zur Diskussion und Intervention in der Schule gaben und auch in den Gesprächen im Fairnetzen-Kurs das Thema des Öfteren von Schülerseite angerissen worden war, durften die Kinder als Abschluss ein Regelwerk für Gruppenchats entwickeln. In Kleingruppen er­ar­bei­te­ten sie konkrete Fallbeispiele, verglichen diese mit ihren eigenen Er­fah­run­gen und erörterten, wie die dargestellten Probleme im Klas­sen­chat beispielsweise mit Unmengen an Spamnachrichten, Ket­ten­brie­fen, beleidigenden Äußerungen oder Versenden von Bildern an­de­rer von vorneherein vermieden werden hätten können. Interessant da­bei war, dass sie die angedeuteten Problemfelder fast alle schon in irgendeiner Art und Weise im eigenen Klassenchat erfahren haben und daher auch von ihrer Seite der Wunsch nach diesem Regelwerk spür­bar war. Erste Veränderungen im Chatverhalten der Klasse wa­ren gleich am ersten Wochenende zu erkennen und man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Das Gespräch ist in der gegenwärtigen Zeit der Neuen Medien wichtiger denn je, um an der Le­bens­welt der eigenen Kinder teilhaben zu können. Dass dieses geführt wird, zeigt eine klarere Regelung in den Familien im Umgang mit Smartphone, Tablet & Co als noch vor einigen Jahren. Damit Eltern sich einarbeiten oder weiterbilden und mit ihren Kindern im Gespräch bleiben können, stellen wir als Schule hilfreiche Flyer und Zeitschriften in unserem Prospektständer in der Aula zu Verfügung. Außerdem finden vom 16. 03. – 05. 04. 2020 wieder die „Chiemgauer Medienwochen“ statt, die mit interessanten Angeboten rund um die digitale Welt aufwarten. Auch auf der Homepage von „klicksafe“, einer EU-Initiative zur Förderung der Medienkompetenz, finden sich hilfreiche Informationen für Eltern.

M. Ziegmann