Das AKG hat sich mit der Forscherwoche zum Klimawandel im Hochgebirge beim Wettbewerb des Bayrischen Staatsministerium für Umwelt und Ver­brau­cher­schutz beworben und den 2. Platz erreicht.

 MG 8374 1 kleinPreisverleihung Klimameister 2020

Der Preis ist mit 3 000 Euro dotiert, außerdem bekam die Schule viele kleine und große Insektenhotels für un­ser blühendes Dach auf der neuen Turnhalle.

Unsere hiermit preisgekrönte Forscherwoche auf der Jam­tal­hütte hätte dieses Schuljahr zum vierten Mal statt­ge­fun­den, aber dann kam Corona…

Damit alle wissen, wofür wir diesen Preis bekommen ha­ben, hier nochmals die Projektbeschreibung:

Klimawandel im Hochgebirge:

  • Erkennen der Ursachen und Folgen des Klimawandels;
  • Sensibilisieren für Verantwortung;
  • Ausloten von Möglichkeiten im Umgang mit dem Klimawandel;
  • Überlegen von Lösungsansätzen;
  • Verändern des eigenen Verhaltens.

Während des Schuljahres in der Schule:

  1. Die Schüler bearbeiten eigenständig im Klassenverband (mit betreuenden Lehrkräften) während des gesamten Schuljahres in verschiedenen Fächern Fragestellungen zum Thema Klima­wandel in all seinen Erscheinungen, Ursachen und Folgen (z. B. Schmelzen der Alpengletscher und des Grönlandeises, Gefahr von Muren, Überschwemmungen in Bangladesch, Klimaflüchtlinge etc.). Dazu erstellen sie selbst Versuche, Vorträge, Modelle etc., die sich auf der Jamtalhütte (s. u.) an einem „Projektabend“ den anderen Schülern zeigen, sie experimentieren lassen usw.

  2. Zusätzlich gibt es Tage der Wissenschaftler: Externe Wissenschaftler (siehe Liste der letzten Experten im Anhang) aus verschiedenen Fachdisziplinen (z. B. Geographie, Physik, Geologie, Biologie, Umweltethik, …) führen mit den Schülern in kleinen Gruppen von 10 – 15 Schülern am Nachmittag  Workshops durch; am einem anderen Abend sind öffentliche wissenschaftliche Vorträge für interessiertes Publikum eingeplant (Referenten waren u. a. Prof. Dr. Grassl, Dr. Chr. Mayer).

  3. 15 Spalten kleinSeilschaft auf dem Jamtalferner
  4. Der Höhepunkt des Schuljahres wäre dann eine Forscherwoche im Hochgebirge vom 29. 06. bis zum 03. 07. 2020 mit Aufenthalt auf der Jam­tal­hütte (2 300 m, Galtür) gewesen, während der die Folgen des Klimawandels direkt im Hochgebirge und am Gletscher gemeinsam mit Experten der Uni Innsbruck, Salzburg und Wien erforscht hätten werden sollen (Prof. Dr. Türk und die jungen wilden Wissenschaftler kurz vor der Promotion: Kaplan, Seiser und Rauter).

Grundlegende Ziele des Projekts sind ...

  • … die Wahrnehmung und das Bewusstsein von Jugendlichen für den Klimawandel und seine Folgeerscheinungen zu erhöhen.
  • … Handlungs- und Anpassungsfähigkeit der Jugendlichen zu stärken.
  • … Jugendliche auf gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorzubereiten.

Der Weg dahin führt über ...

  • … Responsible Science: Naturwissenschaftliche Sachverhalte mehrdimensional betrachten lernen (Möglichkeiten, Verantwortung, Folgen…) und Scheu vor komplexem, wissenschaftlichem Denken abbauen.
  • … Lehrende von Universitäten und Forschungsinstituten, um aktuelle Forschungstrends auf direktem Weg in den Schulalltag und aus dem Schulgebäude hinaus zu integrieren.
  • … selbstständiges Erarbeiten eines selbstgewählten Projektthemas durch die Schüler über einen längeren Zeitraum.

Die Idee des Projekts entstand vor vier Jahren aus einer Zusammenarbeit unserer Schule mit der Universität Innsbruck als „KidZ-Projekt“. Inzwischen hat unsere Schule eigene Ziele und vor allem für die Hochgebirgswoche eine eigene Leitlinie entwickelt.

C. Lämmel
für das Team der Forscherwoche