Niemand hat die Absicht, ein Wasserrad zu errichten... oder doch?

17 18 Wasserrad

Wir, 14 mutige Schüler des P Seminars bei Herr Pöschl, stellten uns der unglaublichen Aufgabe, ein Wasserrad zu errichten. Dabei waren wir aber nicht nur auf uns allein gestellt: Unterstützung erhielten wir bei unserer Mission durch die Stiftung Try Crossover, geleitet von Christoph Karrasch, der Schlosserei Reif und der Firma Geyer Holz, welche uns zusätzlich den Standort des Wasserrads stellte.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Seminaren, welche mit dem Anfang der elften Klasse beginnen, fingen wir schon Ende der zehnten Klasse mit den ersten Entwürfen für unser Wasserrad an.

Durch Absprachen mit Herr Karrasch und Herr Reif einigten wir uns auf die effizienteste und material­schonendste Konstruktion. Mit einem CAD Crash Kurs lernten wir, unsere Vorstellung in ein virtuelles dreidimensionales Modell umzusetzen.

Auf der Grundlage dieses Entwurfs bauten wir in zweitägiger Arbeit per Hand die Einzelteile unseres Wasserrads und setzten diese zusammen. Nun musste nur noch der Metallring auf das Wasserrad aufgezogen werden. Dazu erhitzten wir den Ring, welcher in der Schlosserei Reif gefertigt wurde, sodass er sich ausdehnte. Nun konnte er einfach über das Wasserrad gezogen werden; durch das Abkühlen und dem damit verbundenen Zusammenziehen saß der Ring anschließend fest auf dem Holz.

Unser Wasserrad ist aber keinesfalls ein handelsübliches, ordinäres Wasserrad: Im Namen der Forschung entwickelten wir eine Vorrichtung, um es möglich zu machen, die Schaufeln unseres Wasserrads auszutauschen. Somit könnte man in einem Nachfolgeprojekt die Effizienz verschiedener Schaufelformen untersuchen. Um diesen Wechsel durchführen zu können musste das Wasserrad allerdings heraushebbar sein – gar nicht so einfach bei einem Rad mit zwei Meter Durchmesser. Die Lösung stellte eine Konstruktion aus einem H-Träger und einer beweglichen Platte dar. Durch eine Hydraulik konnte die Platte, und damit das Wasserrad, bewegt werden. An der Platte befand sich außerdem ein Gelenk, sodass man das Rad über Land schwenken konnte und dort die durch ein Stecksystem befestigten Schaufeln austauschen konnte.

Der letzte Teil bleibt aber leider vorerst nur eine theoretische Überlegung, da wir feststellen mussten, dass dies bereits den vollen Umfang eines P-Seminars ausreizte und uns somit die Zeit ausging. Wir hoffen aber, dass das Projekt weiter geführt wird (eventuell von einer Berufs­schul­klasse) und auch unsere Nachfolger die Chance erhalten, dadurch wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Danken wollen wir an dieser Stelle noch einmal Try Crossover, insbesondere Christoph Karrasch, der Schlosserei Reif, der Firma Geyer Holz und natürlich unserem unermüdlichen Lehrer Herr Pöschl, der sich mit uns diesem Abenteuer stellen durfte.

Maria Schneckenpointner, Felix Siegl, Anh-Zoe Nguyen (Q 12)