12. Juli 2018, 03:30 Uhr: Der Wecker klingelt. Heute ist der Tag der Tage - Wir fahren nach Verona!

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Doch jetzt erst einmal aufstehen, möglichst den Sand aus den noch zu gequollenen Augen spülen, dann die Augenringe kaschieren, um fit auszusehen. Duschen, kurzes Frühstück, eine Thermoskanne Kaffee und das Lunch-Paket noch schnell in den großen Rucksack packen, um die nächsten 24 Stunden gut zu überstehen.

Nun ereignet sich eine Premiere für uns Junglehrer am AKG, denn man erreicht die Schule zu einer nie dagewesenen Zeit: 04:30 Uhr. Gähnende Menschenleere! Doch im Lehrerzimmer bewegt sich schon etwas… Herr Hagenauer bringt die Kopierer zum Glühen, um Stadtpläne und Listen zu kopieren. Einer nach dem anderen trifft nun ein: Herr Ziegmann und Herr Schorndanner. Kurzes Lagegespräch und los geht’s!

Nun stehen die fast hundert Schülerinnen und Schüler, wovon drei PAD-Schülerinnen mit von der Partie waren, in den Startlöchern, um die besten Plätze in den zwei Bussen, die für die nächsten Stunden eine Art Zuhause schenken sollten, zu ergattern. Abfahrt: 05:30 Uhr.

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Reibungslos, ohne Boxenstopp und Stau flitzten wir über den Brenner nach Verona. Dort angekommen strömten alle aus dem Bus und freuten sich auf das Eintauchen in Pizza, Piazza und Piacere. Gaumen und Auge kamen dabei auf ihre Kosten, denn italienische Spezialitäten und Bauten aus der Renaissance versüßten uns ab 11 Uhr den Tag.

17 Uhr: Zwei Damen und ein junger Mann erwarten uns vor der Arena, die uns für 45 Minuten auf den interessanten Spuren der Scaliger und von Romeo und Julia begleiteten. Danach deckten wir uns für die mehrstündige Abendvorstellung Nabucco ein, umstellten die Arena und passierten nach Hochsicherheitskontrollen die Gänge der Gladiatoren. Während wir auf das Einläuten des Opernbeginns warteten, bestaunten wir die Menschenmassen und den Sonnenuntergang, der die Stadt der Liebe von seiner besten Seite zeigte.

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Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht, denn die stimmgewaltige Oper stellte den fulminanten Höhepunkt des Abends dar. Erste, zweiter, dritter und vierter Akt – die Zeit verging viel zu schnell, wobei der Genuss nicht zu kurz kam. Noch beeindruckte, aber auch etwas müde Gesichter sehnten sich nach ihren Busfahrern. Zunächst herrschte noch frohes Plaudern, bis die Mündigkeit Oberhand gewann.

Gegen 5 Uhr fuhren wir dem Sonnenaufgang entgegen und steuerten auf die letzte Runde zu. Viele Schülerinnen und Schüler freuten sich auf ihre Betten bzw. auf die anstehenden Proben, da sie das äußerst gelungenen Sommerkonzert mitgestalteten. Das automobile Begrüßungskomitee reihte sich vor dem AKG auf, alle Schüler und Lehrer krochen aus dem Bus und suchten im Auto der Eltern, auf dem Fahrrad oder auf dem Sofa des Lehrerzimmers Unterschlupf. Erschöpft, aber voller tollen Erinnerungen stellten auch wir fest, dass das 24-Stunden-Rennen von Traunstein nach Verona jeden finanziellen und organisatorischen Aufwand Wert war.

Ein herzliches Dankeschön geht an den Rennstallmeister, Herrn Hagenauer, der die Organisation und Durchführung dieser Fahrt ohne Fahrfehler sicher ans Ziel manövrierte.

C. Christoph und E. Göbel