Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen üben sich im Fairnetzen

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YouTube, WhatsApp, Instagramm, Netflix und Snapchat sind laut der aktuellen JIM-Studie die liebsten Internet­ange­bote der Kinder und Jugendlichen. Apps, die sich auch auf vielen Smartphones  unserer Kinder tummeln und täglich im Einsatz sind. Chatten, Posten, Teilen und Liken sind  heute wichtige Kommunikationswege ge­wor­den. Auch die Informationsvermittlung über Smileys oder Sticker steht hoch im Kurs sowie das Ver­sen­den von Sprachnachrichten.

Unsere Heranwachsenden stehen dabei vor der He­raus­­for­­de­­rung, sich in diesem App-Dschungel zu­recht­zu­fin­den, die Angebote sinnvoll sowie ohne Rechts­ver­let­zun­gen zu nutzen und sich auch die ent­spre­chen­de Netiquette für ihre Internetkommunikation anzueignen.

Einen wichtigen Beitrag zur Herausbildung der Medienkompetenz der Kinder leistet das AKG durch das Coaching „Fairnetzen“. Am 21. und 22. 02. 2019 setzten sich alle 5.-Klassler in spielerischer Art und Weise mit den Themenbereichen Medienkunde, Medienkritik und Mediennutzung auseinander und konnten dabei eigene Erfahrungen wie beispielsweise mit Profilbildgestaltung, Gruppenchats oder Kettenbriefen einbringen. Vorrangig geht es darum, die Kinder im Zeitalter von Smartphone, Tablet & Co im Hinblick auf die eigene Mediennutzung zu sensibilisieren, die Vorteile des World Wide Webs zu nutzen, aber auch die damit verbundenen Gefahren zu erkennen und sich sinnvoll vor ihnen zu schützen.

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Da in der Vergangenheit Klassengruppenchats immer einmal wieder Anlass zur Diskussion und Intervention in der Schule gaben und auch in den Gesprächen im Fairnetzen-Kurs das Thema des Öfteren von Schülerseite angerissen worden war, durften die Kinder als Abschluss ein Regelwerk für Gruppenchats entwickeln. In Kleingruppen erarbeiteten sie konkrete Fallbeispiele, verglichen diese mit ihren eigenen Erfahrungen und erörterten, wie die dargestellten Probleme im Klassenchat beispielsweise mit Unmengen an Spamnachrichten, Kettenbriefen, beleidigenden Äußerungen oder Versenden von Bildern anderer von vorneherein vermieden werden hätten können. Interessant dabei war, dass sie die angedeuteten Problemfelder fast alle schon in irgendeiner Art und Weise im eigenen Klassenchat erfahren haben und daher auch von ihrer Seite der Wunsch nach diesem Regelwerk spürbar war. Erste Veränderungen im Chatverhalten der Klasse waren gleich am ersten Wochenende zu erkennen und man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Das Gespräch ist in der gegenwärtigen Zeit der Neuen Medien wichtiger denn je, um an der Lebenswelt der eigenen Kinder teilhaben zu können. Dass dies geführt wird, zeigt eine klarere Regelung in den Familien im Umgang mit Smartphone, Tablet & Co als noch vor ein paar Jahren. Damit auch Sie als Eltern sich einarbeiten oder weiterbilden und mit ihren Kindern im Gespräch bleiben können, möchte ich Sie zum Elternabend „Neue Medien – neue Gefahren?“ am 25. 03. 2019 ab 19 Uhr am AKG im Rahmen der Chiemgauer Medienwochen recht herzlich einladen.

Max Ziegmann