18 19 Berlin01Die Stadtrallye führte zum Schloss Bellevue, ...

„Berlin war ein Fest, ein Wirbelsturm, eine Revolution“, sagte einst die Schriftstellerin Claire Goll – und bringt damit meine ersten Eindrücke von der Stadt auf den Punkt.

Berlin erscheint revolutionär, ausgestattet mit einem ausgeklügelten U- und S-Bahn-System, innovativem Street Food an jeder Ecke und natürlich den Graffitis, die sich über die gesamte Stadt erstrecken. Was für ein Kontrast zu dem eher beschaulichen Traunstein!

Für uns „Kinder vom Lande“ begann mit der Ankunft in der Metropole eine Art Safari, vom Bus ging es kurz ins Hotel zum Auspacken, danach brachen wir direkt zu einem abendlichen Spaziergang, dem ersten Punkt auf unserem „Berlin-Programmzettel“, auf.

18 19 Berlin02... zum Fernsehturm, ...

Montag Morgen – für die Klasse 10 c bedeutete das Aufstehen um vier Uhr in der Früh, um Berlin während der Stadtführung menschenleer und bei Son­nen­auf­gang erleben zu können. Menschenleer war die Stadt um diese Uhrzeit tatsächlich, leider hat sich aber die Son­ne partout nicht zeigen wollen und somit die idyllische Vorstellung von einem Son­nen­auf­gangs­spa­zier­gang zunichte gemacht.

Von da an begann für uns ein buntes Programm, an­ge­fan­gen mit einem Besuch im Bundesrat, bei dem wir Ge­le­gen­heit hatten, eine Sitzung des Rates nach­zu­spie­len, bis über den Besuch der East Side Gallery, der Be­sich­ti­gung verschiedener Museen und Denkmäler, einer Stadtrallye und so weiter und so weiter.

Kurz zusammengefasst: Wir haben wirklich, wirklich viel gesehen und gelernt in dieser Woche!

18 19 Berlin03... zum Berliner Dom und zu vielen anderen Stationen.

Wovon ich aber unbedingt ausführlicher erzählen möchte, ist der Besuch der Berliner Unterwelten. Die Bunkeranlagen unter der Stadt sind einfach beeindruckend, und wir hatten das große Glück, eine Führung von einem Zeitzeugen zu erhalten. Der alte Mann hat uns sehr authentisch von seiner Kindheit im Krieg und seinen Erlebnissen im Zusammenhang mit den Bunkern erzählt und war dabei so energiegeladen und sympathisch, um nicht zu sagen irgendwie herzig, dass er sowohl den Lehrern als auch den Schülern ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert hat, und im Endeffekt waren sich alle einig: Diese Führung war einzigartig!

Natürlich hatten wir auch Freizeit und damit die Möglichkeit, Berlin mit unseren Freunden zu erkunden und ganz eigene Erfahrungen mit der Stadt zu machen. Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt, sind Essen gegangen, manche zum Shoppen oder haben einfach in Ruhe die Stadt besichtigt und mit etwas Glück einzigartige Plätze, wie beispielsweise die Hackeschen Höfe, zu Gesicht bekommen.

18 19 Berlin04Erster Abend in Berlin:
Die drei 10. Klassen am Brandenburger Tor

Zugegeben, bei so viel Action kam der Schlaf bei uns allen in dieser Zeit etwas zu kurz. So ist es kaum verwunderlich, dass am Freitag morgen viele Schüler schon ins Land der Träume übergesiedelt waren, bevor der Bus Richtung Traunstein überhaupt losgefahren ist.

Jenny Wallner, 10 c