AKG-Schüler bei der Moorrenaturierung im Ödmoos

 MG 7372Durch die Entnahme von Fichten, Kiefern und Faulbäumen kommt das Licht an die moor­ty­pi­schen Pflanzen am Boden.

Wie schon seit einigen Jahren haben auch in diesem Herbst die 10. Klassen des Annette-Kolb-Gymnasiums eine Exkursion ins Ödmoos, einem Latschen-Waldmoor zwi­schen Traunstein und Lauter durchgeführt. Beate Rut­kow­ski vom BUND Naturschutz erläuterte den Schü­lern und Lehrern dabei die Bedeutung unserer Moor im Vor­al­pen­land, aber auch weltweit für den Klimaschutz, den Hochwasserschutz und als Lebensraum seltener Ar­ten, 30 Prozent des weltweiten Kohlenstoffes in den Bö­den ist in 3% der Bodenfläche in den Mooren ge­spei­chert. Intakte und wachsende Moore binden Koh­len­stoff, während gestörte und denaturierte Moore Koh­len­stoff in großen Mengen freisetzen. Dies ist ein Grund für die Wichtigkeit von Moor-Renaturierungen. Im Öd­moos wurden dafür schon vor Jahrzehnten Gräben verschlossen, um die Entwässerung zu stoppen und die Wasserspeicherfähigkeit vor allem bei Starkregenereignissen zu verbessern.

 MG 7409Nicht ohne Stolz wird das Ergebnis der Arbeit prä­sen­tiert. Und Spaß hat's offenbar auch ge­macht.

Zudem muss der aufkommende dichte Bewuchs mit Fich­ten, Kiefern, Birken und Faulbäumen im Moor­zen­trum reduziert werden, um den Wasserentzug und die Be­schat­tung zurückzufahren. Auf den freigestellten Flä­chen können sich dann die typischen Hoch­moor­pflan­zen wie fleischfressender Sonnentau, Torfmoos, Woll­gras, Rosmarinheide oder Moosbeere entwickeln und in den nassen Gumpen sogar die Hoch­moor­mo­sa­ik­jung­fer, eine vom Aussterben bedrohte Libellenart le­ben und überleben. Mit Astsägen und Scheren haben die Schüler eine größere Fläche freigelegt, hier können nun auch die Torfmoose wieder wachsen und so Jahr für Jahr eine wachsende Torfschicht bilden, die Wasser und Kohlenstoff speichern kann.

 B. Rutkowski

 MG 7347 1Im Rahmen des Biologieunterrichts machten die Schüler der zehnten Klassen eine Exkursion ins Ödmoos zwischen Hufschlag und Lauter. Zunächst brachte ihnen Beate Rutkowski die öko­lo­gi­schen Zusammenhänge nahe, dann ging es mit Werkzeug an die Bäume im Moor.